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Neues Hundefutter, neues Glück? Häufige Fehler, die du bei der Futterumstellung vermeiden kannst!

 
Das aktuelle Hundefutter wird nicht gut vertragen, nicht mehr gemocht oder ein anderes Produkt überzeugt dich mehr – die Gründe, deinem Vierbeiner ein neues Futter anzubieten, können vielfältig sein.

 

Warum wird das – möglicherweise lange bewährte – Hundefutter auf einmal nicht mehr vertragen oder gemocht?

Es kann durchaus vorkommen, dass dein Hund von heute auf morgen sein heiß geliebtes Futter auf einmal nur noch lustlos und widerstrebend frisst oder es überhaupt nicht mehr anrührt. Wie wir Menschen können auch Hunde den Appetit verlieren und sich über das wenig abwechslungsreiche Futter langweilen. Biete deinem Liebling eine Veränderung und probiere eine neue Geschmacksrichtung, zum Beispiel eine andere Fleischsorte, mische deine PUR Dosen mit unterschiedlichen Nahrungsergänzungsmitteln und füge dem Nassfutter ein anderes Öl bei.

Dass deine Fellnase sein Futter verschmäht, kann allerdings auch an einer Unverträglichkeit liegen. Dabei ist es möglich, dass sich eine Unbekömmlichkeit erst nach einiger Zeit entwickelt oder sich zeitversetzt zeigt.
Ursache ist eine überempfindliche Reaktion auf bestimmte Futterbestandteile. Es gibt – wie beim Menschen – auch bei Hunden eine Gluten- und Laktoseintoleranz. Enthält das Hundefutter, das du fütterst, viel Getreide (wie zum Beispiel Weizen oder Dinkel) dann kann dies der Auslöser für eine Unverträglichkeit sein. Es ist jedoch auch möglich, dass dein Vierbeiner sehr stark auf bestimmte Proteine reagiert, die im Fleisch enthalten sind. Hier sind vor allem Rind und Huhn die Fleischsorten, die bei Allergikern Reaktionen auslösen.

 

Wie du das Thema Futterumstellung richtig angehen kannst

Sollte eine Futterumstellung für dich und deinen Liebling infrage kommen, kann es sehr unterschiedlich sein, wie schnell sich dein Hund an sein neues Futter gewöhnt. Während mancher Hund eine plötzliche Futterumstellung problemlos verträgt, reagieren einige mit Magen-Darm-Beschwerden wie z.B. Durchfall. In solchen Fällen bietet sich eine schrittweise Umstellung an.

Vor allem, wenn sich das neue Futter stark in der Zusammensetzung vom alten unterscheidet, muss sich das Darmmikrobiom deines Hundes erst an den neuen Nährstoffcharakter gewöhnen und benötigt dafür einige Tage. Idealerweise gibst du das neue Futter über die ersten ein bis zwei Tage als Leckerli nebenher und schleichst es ab dem dritten Tag in die Tagesration ein.

 

Dabei kann dir das folgende Schema eine Hilfe sein:

Tag Anteil neues Futter Anteil altes Futter
1 und 2 als Leckerli in kleinen Mengen (max. 10%) wie bisher
3 25 % 75 %
4 50 % 50 %
5 75 % 25 %
6 100 % 0 %

  

Sollte dein Hund nach einem dieser Schritte plötzliche an Durchfall oder Bauchschmerzen leiden, kannst du einen Schritt zurückgehen und die Umstellungsphase somit ausweiten. Bei sehr sensiblen Hunden kannst du den Zeitraum der Futterumstellung auf zwei Wochen erweitern.

Die Verlängerung der Umstellungsphase ist primär dann sinnvoll, wenn nicht nur die Futtersorte (also von Trockenfutter A zu Trockenfutter B) umgestellt wird, sondern sich auch die Konfektion des Futters ändert. Das heißt, es wird von einem Trocken- zu einem Nassfutter gewechselt oder andersherum. Sollte das der Fall sein, kannst du von vornherein einen Zeitraum von zwei Wochen festlegen. Die meisten Hunde vertragen es problemlos, wenn beide Futtersorten gemischt werden.

 

Der Mythos der “unterschiedlichen Verdauungszeiten”

Jetzt denkst du möglicherweise an den Mythos der “unterschiedlichen Verdauungszeiten”. Er besagt, dass entweder Nass- oder Trockenfutter gefüttert werden soll, nicht aber beides zusammen. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass die im Hundefutter enthaltenen Nahrungsbestandsteile unterschiedliche Verdauungszeiten haben. Dies gilt nicht nur für die unterschiedlichen Fütterungsarten (z.B. Trocken- und Nassfutter), sondern auch für die einzelnen Komponenten innerhalb eines Futters.

Ausschlaggebend für die Dauer des Verdauungsvorgangs ist der im Futter enthaltene Rohfasergehalt. Ist in dem Hundefutter, das du fütterst, ein hoher Faseranteil enthalten, wird die Ausscheidungsrate deines Hundes beschleunigt. Das bedeutet, dass der Nahrungsbrei schneller durch den Magen-Darm-Trakt geschleust wird.
Wenn das Futter jedoch einen hohen Fettanteil hat, wird die Verdauungsgeschwindigkeit gesenkt. Du kennst das Gefühl sicher auch, wenn du etwas Fettiges gegessen hast und dir diese Mahlzeit schwer und lange im Magen liegt. Wenn der Fettgehalt übermäßig hoch ist, kann es zu Durchfall – und somit einer beschleunigten Ausscheidungszeit führen.

Es macht daher wenig Sinn in “schwarz-weiß” zu denken, da es bei der Verdauungszeit auf das gesamte Nährstoffprofil einer Futtersorte ankommt und nicht auf einzelne Komponenten.

Wenn das Futter deines Hundes einen moderaten Gehalt an Rohfaser- und Fettanteilen besitzt, werden nach ca. 12 Stunden die ersten unverdauten Bestandteile ausgeschieden. Wirklich abgeschlossen ist die Ausscheidung einer einzigen Mahlzeit aber erst nach etwa 40 – 60 Stunden. Ein genauer Zeitplan, kann für die Dauer des gesamten Verdauungsvorgangs nicht festgelegt werden, da es viele Einflüsse gibt, die den Rhythmus deines Hundes verändern können.

Bei den meisten Hunden ist dieses “Problem” der unterschiedlichen Verdauungszeiten daher nicht relevant.

 

Woran kannst du erkennen, dass dein Liebling das aktuelle Hundefutter nicht mehr verträgt? 

Es gibt viele Symptome, die darauf hindeuten können, dass dein Hund eine Unverträglichkeit entwickelt hat. Wenn diese Anzeichen häufig auftreten, ist möglicherweise eine Futterumstellung die Lösung.

Einige Beispiele sind:

  • Sehr häufiger Kotabsatz

Die meisten erwachsenen Hunde setzen zweimal täglich Kot ab, aber auch ein- oder dreimal täglich ist völlig normal. Wird mehr als viermal pro Tag Kot abgesetzt, dann kann das darauf hindeuten, dass das Futter nicht gut verdaut und somit verwertet wird. Allerdings kann Stress und eine starke körperliche Aktivität deines Hundes oder ein hoher Faseranteil (= Ballaststoffe) im Futter die Kotabsatzfrequenz erhöhen.

 

  • Weicher Kot oder Durchfall

Dies kann ein Anzeichen dafür sein, dass das aktuelle Futter nicht das passende für deinen Hund ist oder der Futterwechsel zu schnell vorgenommen wurde. Bis sich das Darmmikrobiom deiner Fellnase an die neue Zusammensetzung des Futters angepasst hat, dauert es einige Zeit. Auch andere Einflussfaktoren wie Stress (physisch wie psychisch), Infektionskrankheiten oder andere Magen-Darm-Erkrankungen können zu Durchfall führen. Länger anhaltenden oder akut heftigen Durchfall solltest du daher immer tierärztlich abklären lassen.

 

  • Sehr fester Kot

Besagtes Symptom kann schnell zu einer Verstopfung führen, das bedeutet, dass sich der Kot im Dickdarm sammelt und dort eindickt. Die Folge daraus ist, dass dein Hund seltener ein Häufchen absetzt und sich dabei sichtlich anstrengen muss. Bei keiner oder zu später Behandlung kann eine Verstopfung im schlimmsten Fall zu einem Darmprolaps führen. Wenn dein Hund also plötzlich ungewöhnlich festen Kot absetzt, solltest du schnell handeln und dich auf die Suche nach der Ursache begeben. Auslöser können unter anderem sein, dass dein Vierbeiner zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt, dass das aktuelle Futter nicht mehr vertragen wird oder dass dein Hund zu viele Knochen gefressen hat, wodurch der sogenannte „Knochenkot” entsteht.

 

  • Blähungen und Bauchschmerzen

Diese Anzeichen können darauf hindeuten, dass dein Hund mit einer Futtermittelintoleranz zu kämpfen hat. Blähungen und Bauchschmerzen kann dein Liebling zum Beispiel durch eine Glutenunverträglichkeit bekommen. Eine weitere Ursache kann eine zu schnelle Futterumstellung sein. Bist du gerade dabei deinen Hund an ein neues Futter zu gewöhnen, solltest du noch einmal einen Schritt zurückgehen und deiner Fellnase mehr Zeit zur Eingewöhnung geben.

 

  • Verfärbungen im Stuhl

Die Ausscheidungen deines Hundes sind ebenso individuell wie er selbst, weshalb sich das Aussehen, die Farbe und die Konsistenz nicht einfach pauschal als “normal” oder “gesund” betiteln lassen. Du kennst deinen Vierbeiner am besten, weshalb dir eine Veränderung schnell auffallen wird. Für eine Verfärbung kommen viele Ursachen infrage. Im Folgenden findest du einige Anzeichen für Erkrankungen oder Unverträglichkeiten, auf die du achten solltest.

    • gelb/orange: Sollte der gesamte Kot eine gelblich- orange Tönung aufweisen, kann eine Verdauungsstörung, eine Unverträglichkeit oder eine Pankreaserkrankung die Ursache sein.
    • weiß: Durch das Verwerten von Kauartikeln mit Knochen kann es zu einem Überschuss an Kalzium kommen. Das Häufchen deines Hundes kann also sehr hell oder sogar nahezu weiß erscheinen. Sollten sich einzelne, kleine weiße Stellen wieder finden, kann die Ursache ein Wurmbefall sein.
    • schwarz: Wenn dir der Kot deines Hundes sehr dunkel, sogar fast schwarz erscheint, kann das bedeuten, dass sich Blut mit der verdauten Nahrung gemischt hat. Dieses Anzeichen kann unterschiedliche Ursachen haben, beispielsweise eine Verletzung im Magen-Darm-Bereich. Hier ist ein Arztbesuch unerlässlich.

 

  • Juckreiz und Hautentzündungen 

Diese Symptome treten häufig bei einer Futtermittelallergie auf. Dabei werden Futterproteine als körperfremd erkannt und somit eine Immunreaktion gegen diese gestartet, was sich u.a. in einer Hautsymptomatik wie Schuppenbildung zeigen kann. Hier ist es sinnvoll, auf bestimmte Proteinquellen (vorwiegend Fleischsorten) und Zusatzstoffe wie zum Beispiel Konservierungsmittel oder Geschmacksverstärker zu verzichten. Du hast mehrere Möglichkeiten auf eine solche Allergie zu reagieren:1. Du kannst deinen Vierbeiner an eine andere Fleischsorte gewöhnen. Häufig reagieren Hunde auf bestimmte Proteine, die in einer Fleischsorte enthalten sind. Sollte deinem Hund das Rindfleisch, das du bis jetzt gefüttert hast nicht bekommen, dann stell das Futter auf eine andere Fleischkomponente wie z.B. Büffel oder Ente um.2. Achte darauf, dass keine Zusatzstoffe wie z.B. Konservierungsmittel oder Geschmacksverstärker enthalten sind. Hierbei spielt die Qualität des Produkts eine entscheidende Rolle.3. Sollte sich, nachdem du die ersten beiden Schritte berücksichtigt hast, keine Besserung zeigen, kannst du auf ein spezielles Futter mit hypoallergenen Komponenten umsteigen. In diesen sind Fleischsorten enthalten, die seltener in Futtermitteln verarbeitet werden und somit weniger allergieauslösend sind. Ein Beispiel hierfür ist ein Nassfutter, das Känguru- oder Büffelfleisch als Hauptkomponente enthält.

 

Wenn dein Hund in akut heftiger Form eines oder mehrere dieser Symptome aufweist, solltest du ohne lange zu zögern den Tierarzt aufsuchen. Gemeinsam könnt ihr herausfinden, was die Ursache für die Beschwerden deines Vierbeiners ist und eine geeignete Therapie besprechen.

 

Hier findest du – kurz zusammengefasst – alle Merkmale, auf die du vor, während oder nach einer Futterumstellung achten solltest

– Achte auf den Kotabsatz und Verhaltensauffälligkeiten deiner Fellnase, um mögliche Unverträglichkeiten oder Krankheiten schnellstmöglich zu entdecken.
– Sind die Symptome, die deinen Hund quälen, tatsächlich auf eine Futterunverträglichkeit zurückzuführen? Wenn ja, auf welche Bestandteile reagiert dein Liebling?
– Verzichte im neuen Futter auf alle Bestandteile, die deinem Hund nicht bekommen und achte auf eine gute Qualität.
– Gehe die Futterumstellung langsam an und lasse deinem Hund genug Zeit, um sich an das Unbekannte zu gewöhnen. Plane genug Zeit für die Umstellung ein, damit du die Eingewöhnungsphase verlängern kannst, wenn nötig.

 

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